Herausgeber:
LBI-Kommission für die
Verbreitung deutsch-jüdischer Geschichte
c/o Jüdisches Museum der Stadt
Frankfurt
Untermainkai 14-15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: (0 69) 21 23 39 59
eMail: lehrerfortbildung.lbi@stadt-frankfurt.de
Vorwort
Bei der
Behandlung deutsch-jüdischer Geschichte im Schulbereich besteht nach wie vor
ein bedauerliches Defizit. Während deutsch-jüdische Geschichte in Hochschule
und Wissenschaft inzwischen ihren festen Platz gefunden hat, wird sie in der
Schule, in Lehrplänen, Schulbüchern und im Unterricht - von Ausnahmen abgesehen
- weiterhin sehr unvollständig und einseitig behandelt. Juden erscheinen
zumeist nur als Objekte, Verfolgte und Opfer des Holocaust. Das Positive und
die aktive Rolle der Juden in der langen deutsch-jüdischen Geschichte bleiben
vielfach ausgeblendet.
Deutsch-jüdische
Geschichte ist jedoch integraler Bestandteil der Deutschen Geschichte. Ohne sie
bleibt Deutsche Geschichte unvollständig.
Um bei
der notwendigen Beseitigung des Defizits mitzuwirken und neuen Anstoß für den
erforderlichen Perspektivwechsel zu geben, hat das Leo Baeck Institut, das seit
1955 der Erforschung und Vermittlung der deutsch-jüdischen Geschichte dient,
eine Kommission eingesetzt, die aufgrund eines Beschlusses des Kuratoriums vom
23. Mai 2001 gegründet wurde. Diese hat nach Analyse von Lehrplänen und
Schulbüchern eine Orientierungshilfe bzw. ein Kerncurriculum über
deutsch-jüdische Geschichte für den Schulbereich erarbeitet.
An den
Kommissionsarbeiten waren das Georg-Eckert-Institut für internationale
Schulbuchforschung, der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands und der
Zentralrat der Juden in Deutschland beteiligt.
Die
Orientierungshilfe wird nach Übergabe an die Kultusministerkonferenz und
Übermittlung an die Kultusministerien der Länder hiermit veröffentlicht. Sie
wird durch weitere Initiativen der Kommission zur Verbreitung der deutsch-jüdischen
Geschichte begleitet werden.
Das Leo
Baeck Institut dankt allen, die mitgearbeitet oder unsere Arbeiten unterstützt
haben.
|
Prof.
Dr. Michael Meyer Internationaler
Präsident des Leo Baeck Instituts |
Georg
Heuberger Vorsitzender
des Vereins der Freunde und Förderer des LBI |
Dr.
Joachim Schulz-Hardt Kommissionsvorsitzender |
Mitglieder
der Kommission des Leo Baeck Instituts zur Verbreitung der deutsch-jüdischen
Geschichte
Dr.
Joachim Schulz-Hardt, vormals Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, als
Vorsitzender
Georg
Heuberger, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des LBI, Direktor
des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt a.D. als stellvertretender Vorsitzender
Prof.
Dr. Michael Meyer, Professor für jüdische Geschichte am Hebrew Union College
Cincinnati und internationaler Präsident des LBI
Prof.
Dr. Monika Richarz, vormals Direktorin des Institutes für die Geschichte der
deutschen Juden in Hamburg
Dr.
Angelika Köster-Loßack, MdB (bis 2002)
Ruth
Wagner, MdL, Vizepräsidentin des Hessischen Landtages, vormals Ministerin für
Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen (ab 2003)
Dr.
Ernst-Peter Wieckenberg, vormals Leiter des geisteswissenschaftlichen Lektorats
im C.H. Beck-Verlag
Stephan
J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland
Dr.
Peter Lautzas, Vorsitzender des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands
Dr.
Martin Liepach, Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo
Baeck Instituts in Deutschland, als Kommissionsgeschäftsführer
Weitere
Mitarbeit:
Prof.
Dr. em. Wolfgang Marienfeld, Universität Hannover, Historisches Seminar und
Seminar für Erziehungswissenschaften, Leiter der deutschen Gruppe der
deutsch-israelischen Schulbuchgespräche
Dr.
Falk Pingel, Stellv. Direktor des Georg-Eckert-Instituts, Braunschweig
Einleitung
Die
deutsch-jüdische Geschichte wird im Schulbereich nach wie vor zumeist
defizitär, einseitig und dadurch auch verzerrend behandelt. Dagegen hat es in
den beiden letzten Jahrzehnten an den Universitäten durch neue Lehrstühle,
Institute und umfangreiche Forschungen beachtliche Fortschritte auf dem Gebiet
der deutsch-jüdischen Geschichte gegeben. Der Schulbereich blieb hiervon jedoch
weitgehend unberührt. Dies gilt vor allem auch für die Ausbildung der älteren
Lehrergeneration, insbesondere in den neuen Bundesländern sowie die
unzureichenden Fortbildungsmöglichkeiten.
Noch
immer stehen bei der Berücksichtigung in Lehrplänen und Schulbüchern sowie im
Unterricht – von Ausnahmen abgesehen – der
Antisemitismus, die Verfolgungsgeschichte und der Holocaust einseitig im
Vordergrund. Zwar ist fortdauerndes Erinnern an die Judenverfolgung und den
Zivilisationsbruch des Holocaust im Unterricht unverzichtbar, doch eine
weitgehende Reduzierung der deutsch-jüdischen Geschichte auf diese Dimension
ist didaktisch verfehlt. Sie lässt Juden vorzugsweise als Objekte und Opfer der
deutscher Geschichte erscheinen, nicht jedoch als Träger einer eignen Kultur
und als Mitgestalter der modernen Welt. Juden werden weiter primär aus dem
Blickwinkel ihrer Umwelt dargestellt, während jüdische Selbstaussagen selten zu
finden sind. Eine derartige Perspektive vermittelt ein einseitiges,
unvollständiges und damit falsches Geschichtsbild, indem sie alles Positive der
deutsch-jüdischen Geschichte ausblendet. Das Judentum gehört neben dem
Christentum und dem Erbe Athens und Roms zu den Fundamenten europäischer und
deutscher Kultur. Juden lebten seit römischer Zeit in Mitteleuropa, sie sind
also keine jüngst eingewanderte Minderheit, sondern ein integraler Bestandteil
deutscher Geschichte seit ihrem Beginn. Dies ist im Unterricht bisher nicht
angemessen verdeutlicht worden.
Bereits
die deutsch-israelischen Schulbuchempfehlungen von 1985 haben das beschriebene
Defizit für die Schulbücher nachgewiesen und Korrekturen angemahnt. Wie eine
Nachfolgeuntersuchung aus dem Jahr 2000 belegt, wurden diese Empfehlungen aber
nur unzureichend umgesetzt. Zwar gab man in der Zwischenzeit der
deutsch-jüdischen Geschichte mehr Raum in Schulbüchern und verwendete im Text
mehr jüdische Quellen, aber dies kam wiederum vorzugsweise nur den Themen
Verfolgung und Holocaust zugute. Ausgehend von diesen Analysen hat das Leo
Baeck Institut, das sich seit 1954 der Erforschung und Vermittlung der deutsch-jüdischen
Geschichte widmet, in Zusammenarbeit mit Experten des Georg-Eckert-Instituts
für internationale Schulbuchforschung, Erziehungswissenschaftlern und
Schulpraktikern eine Bestandsaufnahme in Lehrplänen und Schulbüchern
vorgenommen und festgestellt, dass besonders in folgenden Kernpunkten ein
PERSPEKTIVWECHSEL bei Darstellung und Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte
notwendig ist:
1.
Die
Juden waren im Verlauf der Geschichte nicht nur Objekte, Verfolgte und Opfer,
sondern auch Subjekte, aktive Bürger und kreative Mitgestalter von Geschichte,
Kultur und Wirtschaft in Mitteleuropa. Es gibt keine kontinuierliche Verfolgung
der Juden von den Kreuzzügen bis zum Nationalsozialismus.
2.
Seit
der Spätantike besteht ein dauerndes Zusammenleben von Nichtjuden und Juden in
Mitteleuropa. Diese fast zweitausendjährige gemeinsame Geschichte unterscheidet
die deutsch-jüdische Geschichte von der anderer Minderheiten und verlangt
entsprechende Berücksichtigung.
3.
Deutsch-jüdische
Geschichte muss in ihren europäischen Zusammenhängen dargestellt werden, denn
Aufklärung, Judenemanzipation und Antisemitismus waren zugleich europäische
Phänomene. Zudem weist die jüdische Bevölkerung Deutschlands durch die sie
betreffenden Verfolgungen eine starke europäische und transatlantische
Mobilität auf.
4.
Das
Judentum gehört zu den geschichtlichen Grundlagen unserer Kultur. Die jüdische
Kultur als solche und die seit der Emanzipation bedeutenden kulturellen
Leistungen von deutschen Juden für die deutsche Kultur bedürfen angemessener
Behandlung.
5.
Die
deutsch-jüdische Geschichte endet nicht mit dem Holocaust. In den seitdem fast
60 Jahren ist eine neue jüdische Gemeinschaft in Deutschland entstanden. Ihre
Existenz und Bedeutung wird bisher nirgends im Unterricht auch nur erwähnt.
Um
diese grundsätzlichen Überlegungen in ihrer Anwendung auf das Curriculum zu
veranschaulichen, hat das Leo Baeck Institut in Abstimmung mit dem Zentralrat
der Juden in Deutschland und dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands die
folgende ORIENTIERUNGSHILFE für die Arbeiten an Lehrplänen und Standards, für
Schulbucharbeit und die Zulassung von Schulbüchern sowie für Lehrerbildung und
Fortbildung erarbeitet. Sie bezieht sich thesenartig auf die verschiedenen
Epochen, Themen und Inhalte der deutsch-jüdischen Geschichte, die für die
Schule relevant sind. Die Orientierungshilfe wird durch Quellen- und
Literaturhinweise ergänzt.
Juden
im Mittelalter
Leitgedanken:
Die Siedlungsgeschichte zeigt,
dass die jüdische Minderheit in Deutschland eine sehr lange Geschichte hat.
Damit unterscheidet sie sich deutlich von anderen ethnischen oder religiösen
Gruppen, die mitunter zum Vergleich herangezogen werden.
Die Beschäftigung mit den Juden
im Mittelalter ist notwendig, um Schülerinnen und Schülern ein differenziertes
historisches Bild zu vermitteln. Juden besaßen im Hochmittelalter in
zahlreichen Städten Bürgerrechte, gehörten dort eben nicht zu einer rechtlich
ausgegrenzten Gruppe. Die Entstehung von Judenghettos ist ein Phänomen des 15.
Jahrhunderts! Es gibt keine direkte Kontinuitätslinie von den religiösen
Verfolgungen des Mittelalters bis hin zum Nationalsozialismus.
Im
Unterricht sollten folgende grundlegenden Inhalte vermittelt werden:
·
Das
Judentum gehört neben dem Christentum und dem Erbe Athens und Roms zu den
Fundamenten europäischer und deutscher Geschichte und Kultur.
Religionsgeschichtlich bedeutsam sind insbesondere der Monotheismus des
Judentums, das Verhältnis jüdischer und christlicher Religion sowie die
Bedeutung des Judentums für den Islam.
·
Es
existiert eine Kontinuität jüdischer Siedlungen in Deutschland seit römischer
Zeit, zuerst in Köln (erstmals 321), dann in vielen anderen Städten u.a.
Speyer, Worms, Mainz und Frankfurt.
·
Juden
lebten mehrere Jahrhunderte lang relativ unangefochten, auch keineswegs nur in
untergeordneter Stellung, in der christlichen Gesellschaft, ehe Verfolgungen
und Vertreibungen einsetzten.
·
Juden
hatten aufgrund ihrer überregionalen Kontakte in der Diaspora eine wichtige
Rolle für das mittelalterliche Wirtschaftsleben und die Vermittlung von Wissen
(z.B. arabische Medizin).
·
Die
jüdische Gemeinschaft besaß Gemeindeautonomie (z.B. niedere Gerichtsbarkeit).
In Deutschland entstanden Zentren der jüdischen Gelehrsamkeit, in denen sich
eine eigene Kommentierung von Tora und Talmud entwickelte.
·
Die
Verfolgungen während der Kreuzzüge und der Pest stellen einen wichtigen
Einschnitt dar. Dabei muss auf die religiösen, wirtschaftlichen und sozialen
Ursachen der antijüdischen Haltungen eingegangen werden, insbesondere auf den
christlichen Antijudaismus, der das Mittelalter überdauerte und bis weit in die
Neuzeit hineinwirkte.
·
Im
Laufe des 15. Jahrhunderts wiesen fast alle größeren Städte und viele der
großen Territorien Juden aus. Soweit keine Ausweisungen stattfanden, kam es zur
Ghettoisierung.
·
Unter
den im Großen und Ganzen günstigen politischen und sozialen Bedingungen, unter
denen die Juden seit dem Beginn der muslimischen Herrschaft auf der iberischen
Halbinsel lebten, konnten sich Theologie, Philosophie, Wissenschaft und Künste
entfalten. In Spanien (hebr. Sefarad) kam es so zur Herausbildung des
sefardischen Judentums. Nach der Vertreibung aus Spanien (1492) ließen sich
sefardische Juden in vielen Ländern Europas nieder, so auch in Hamburg,
Amsterdam und London.
Juden
in der frühen Neuzeit und im Absolutismus
Leitgedanken:
Eine wichtige Aufgabe des
Geschichtsunterricht ist es, Schülerinnen und Schülern die Erkenntnis der
Differenziertheit historischer Vorgänge zu vermitteln. Die parallele Behandlung
von Hofjudentum, von Judenordnungen und sozialer Situation des Großteils der
jüdischen Bevölkerung ermöglicht dies. Dabei kann das pauschale Urteil
aufgebrochen werden, Juden hätten schon immer eine durchweg gehobene Stellung
besessen.
Im
Unterricht sollten folgende grundlegenden Inhalte vermittelt werden:
·
Nach
der Ausweisung aus den meisten Städten können Juden bis zum 19. Jahrhundert
überwiegend nur in Kleinstädten und Dörfern leben, wo die Obrigkeit ihnen die
Ansiedlung erlaubt, um durch das Schutzgeld der Juden zusätzliche Einnahmen zu
erzielen.
·
Die
„Judenordnungen“ der Territorialherren schränken die Berufstätigkeit der Juden
auf Geld- und Warenhandel ein und erlauben ihnen keine Freizügigkeit bei der
Niederlassung. Die Landesherren betrachten Juden als nützlich für ihre
merkantilistische Wirtschaftspolitik und lassen sie daher bei entsprechendem
Vermögen in ihren Residenzstädten zu. Preußen nimmt ab 1671 wieder Juden auf,
sucht aber ihre Zahl durch das strikte Judenreglement von 1750 zu begrenzen.
·
Nach
dem Dreißigjährigen Krieg entwickelt sich eine jüdische Oberschicht der
„Hofjuden“, von denen sich die Fürsten des entstehenden Absolutismus mit
Kapital, Heereslieferungen und Luxuswaren ausstatten lassen.
·
Die
Hofjuden, die häufig auch Fürsprecher der jüdischen Gemeinden sind, werden von
den Herrschern abhängig und stärken zugleich deren Macht gegenüber den Ständen,
die sie deshalb anfeinden (Beispiel: Prozess gegen Jud Süss).
·
Die
Mehrheit der Juden lebt im Gegensatz zu den Hofjuden bis zur Emanzipation in
sehr ärmlichen Verhältnissen und ernährt sich auf dem Lande von Hausier- und
Viehhandel sowie von Pfandleihe und Kleinkrediten.
Jüdische
Aufklärung und Emanzipation
Leitgedanken:
„Aufklärung“ und „Emanzipation“
sind zentrale Begriffe der politischen Bildung. Der Emanzipationsgedanke
resultiert aus der Idee der Gleichheit und dem Toleranzgebot der Aufklärung.
Toleranz ist ein zentraler Grundwert der Erziehung und die Grundlage für
soziale Beziehungen in einer demokratisch verfassten Gesellschaft. In der
unterrichtlichen Behandlung muss vermittelt werden, dass Juden nicht nur
Objekte der Bemühungen nichtjüdischer Aufklärer oder gar des
Reformabsolutismus, sondern selbst aktiv Beteiligte waren und einen Beitrag zu
ihrer Emanzipation durch die jüdische Aufklärung lieferten. Durch die
Beschäftigung mit dem Thema wird deutlich, dass für Toleranz und rechtliche
Gleichstellung auch „gekämpft“ werden muss, Toleranz ergibt sich nicht per se.
Im
Unterricht sollten folgende grundlegenden Inhalte vermittelt werden:
·
Über
Jahrhunderte lebten die Juden nicht nur in Deutschland abgegrenzt von der sie
umgebenden Kultur. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts änderte sich das
tiefgreifend, und an diesem Vorgang war nicht zuletzt Moses Mendelssohn
(1729-1786) entscheidend beteiligt. Er sollte daher auch im Zentrum einer
Darstellung dieser Epoche stehen.
·
In
Dessau noch traditionell jüdisch erzogen, geht er mit 14 Jahren nach Berlin,
wird dort gefördert von fortschrittlich gesinnten Juden und sucht Anschluss an
die Kultur der Aufklärung. Seine literaturkritischen, ästhetischen und
religionsphilosophischen Abhandlungen stellen ihn in eine Reihe mit anderen
bedeutenden Aufklärern und tragen ihm die Achtung großer Geister wie Immanuel
Kant ein. Gotthold Ephraim Lessing wird dem jüdischen Freund in seinem Drama
„Nathan der Weise“ ein Denkmal setzen.
·
Mendelssohn
ist die führende Gestalt der jüdischen Aufklärung (Haskala), die Teil der
europäischen Aufklärung ist. Er vertritt die Aufklärung nach innen, indem er
sich gegen die allein religiös bestimmte Bildung der Juden wendet und ihre
Öffnung zur europäischen Kultur anstrebt, nach außen, indem er für das Judentum
Toleranz einfordert.
·
Die
erste Generation der Haskala ist darum bemüht, die jüdische Gesellschaft an
Sprache und Kultur der Umwelt heranzuführen. Stets ist dabei ihr Ziel
Akkulturation, nicht Assimilation. Ein Zeugnis dafür ist Mendelssohns in
hebräischer Schrift gedruckte Bibelübersetzung, die versucht, einerseits den
Text für ein der hebräischen Sprache sich entfremdendes jüdisches Publikum zu
„retten“, anderseits eine bessere Kenntnis der deutschen Sprache zu fördern.
·
An
seinem Beispiel lässt sich auch exemplarisch die Rechtsstellung der Juden
darstellen. Sie sind im besten Falle Schutzjuden (ohne Bürgerrechte). Er selbst
erhält erst 1763 einen eigenen Schutzbrief. Lässt die rechtliche
Diskriminierung bei den Juden den Wunsch nach staatsbürgerlicher Gleichstellung
aufkommen, so erkennen einsichtsvolle nichtjüdische Intellektuelle, dass
Emanzipation der Juden auch im Interesse des Staates liegt. Die
Emanzipationsdebatte beginnt mit dem Buch von Christian Wilhelm Dohm „Über die
bürgerliche Verbesserung der Juden“ (1781), das auf eine Anregung Mendelssohns
zurückgeht.
·
In
allen deutschen Territorien wurden den Juden dann schrittweise
staatsbürgerliche Rechte verliehen. Weil viele Regierungen die
Judenemanzipation als Belohnung für Assimilation gewähren wollten, war dies ein
langwieriger Prozess. Auch das 1812 erlassene preußische Judenedikt erklärte
Juden zwar zu Staatsbürgern, schloss sie aber immer noch beispielsweise vom
Beamtenstand aus. Die Juden bemühten sich weiterhin aktiv um die Emanzipation,
allen voran der Hamburger Anwalt Gabriel Riesser. Er war 1848 Mitglied der
Nationalversammlung und zeitweise ihr Vizepräsident.
Juden
im 19. Jahrhundert
Leitgedanken:
Das 19. Jahrhundert gilt als
Geburtsstunde der Moderne, was in besonderem Maße für die jüdische Geschichte
zutrifft. Bei den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen des 19. Jahrhunderts
handelt es sich zugleich um ein europäisches Phänomen. Die Themen Emanzipation,
Verbürgerlichung, Migration und Antisemitismus besitzen eine europäische
Dimension, deren Behandlung für die europäische Integration von hoher Relevanz
ist. Weiterhin ist eine intensive Beschäftigung mit dem 19. Jahrhundert für ein
Verständnis der Wirkung langlebiger Strukturen und Mentalitäten wichtig (z.B.
Antisemitismus als eine Wurzel der NS-Ideologie). Der Anspruch von Erklärungs-
und Orientierungsfunktion von Geschichte lässt sich einlösen bei Fragen wie:
Was ist Antisemitismus, und wie entstand er? Wie veränderte sich jüdisches
Leben durch den sozialen Aufstieg?
Im 19. Jahrhundert kam es zu
einer religiösen Differenzierung der Juden in Deutschland. Die Kenntnis dieser
Entwicklung ist wichtig, um zu einer angemessenen Sichtweise des Judentums zu
kommen. Damit soll einer verbreiteten Vorstellung von „den“ Juden als einer in
sich geschlossenen homogenen Minderheit entgegen gewirkt werden.
Im
Unterricht sollten folgende grundlegenden Inhalte vermittelt werden:
·
Im
revolutionären Frankreich wurden Juden 1791 über Nacht zu gleichberechtigten
Staatsbürgern erklärt. In den deutschen Staaten dagegen zieht sich der
Emanzipationsprozess vom Schutzjuden zum Staatsbürger über mehr als 80 Jahre
bis zur Reichsverfassung von 1871 hin. Immer wieder wurde die Frage gestellt,
ob die Juden „reif“ seien, Staatsbürger zu werden.
·
Die
rechtliche Emanzipation bedeutet noch keine soziale Integration, die von der
deutschen Gesellschaft nur teilweise gewährt wird. Von Führungspositionen in
Universität, Justiz und Armee werden Juden weiterhin möglichst ferngehalten.
·
Die
deutschen Juden erleben im 19. Jahrhundert einen starken sozialen Aufstieg ins
Bürgertum. Ermöglicht wird dies durch die rechtliche Emanzipation, das große
Bildungsstreben der Juden und die Chancen, die die industrielle Revolution
jüdischen Kaufleuten und Unternehmern eröffnet.
·
Juden
rücken im Kaiserreich in die Bildungselite auf und werden zu Schöpfern
deutscher Kultur in Kunst, Literatur und Wissenschaft. Warf man ihnen zu Beginn
des Jahrhunderts Unbildung vor, so jetzt die „Unterwanderung“ der deutschen
Kultur. Man sah sie als „Fremde“, während sie selbst sich als Deutsche
verstanden.
·
Schon in
den siebziger Jahren entsteht eine antisemitische Bewegung von bisher
unbekannter Stärke, die sich gerade auch im Bürgertum verbreitet und die
Emanzipation der Juden rückgängig machen will. Wilhelm Marr prägt 1879 den
Ausdruck „Antisemitismus“, Rassenideologen behaupten die Minderwertigkeit der
Juden, und die Bewegung organisiert sich in Antisemitenparteien, die
Abgeordnete in den Reichstag entsenden. Dieser organisierte Antisemitismus
veranlasst die deutschen Juden 1893 zur Gründung eines Abwehrvereins, des
„Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“.
·
Die
jüdische Gemeinschaft entwickelte sich in Deutschland im 19. Jahrhundert
religiös, politisch und sozial sehr divergent. Als neue religiöse Richtung
entsteht in scharfer Auseinandersetzung mit der Orthodoxie das liberale
Judentum, dem die Mehrheit der deutschen Juden angehört. Viele allerdings
definieren ihr Judentum gar nicht mehr religiös. Eine neue Form jüdischer
Identität ermöglicht der Zionismus, dem sich Ende des 19. Jahrhunderts jedoch
nur eine kleine Minderheit, vor allem unter der Jugend zuwendet.
·
Durch
die Pogrome im Zarenreich veranlasst, emigrieren zwei Millionen meist armer
Juden aus Osteuropa in die USA. Bis 1910 blieben etwa 80 000 Auswanderer in
Deutschland und bilden hier mehrheitlich ein jüdisches Proletariat.
Juden
im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik
Leitgedanken:
Hatten die meisten Juden bei
Ausbruch des Krieges die allgemeine Kriegsbegeisterung geteilt, so trug die
„Judenzählung“ 1916 wie kein anderer Akt des Regimes dazu bei, die Juden zu
entfremden und an ihren Status als Stiefkinder zu erinnern. Dies sollte zum
Anlass genommen werden, Ausmaß und Erfolg, aber auch Grenzen der Integration
der jüdischen Minderheit in die Mehrheitsgesellschaft differenziert zu
diskutieren und zu bilanzieren.
Juden hatten einen erheblichen
Anteil an der kulturellen Blüte und den wissenschaftlichen Leistungen im
deutschsprachigen Kulturbereich. Gerade zu diesem Thema bietet es sich an,
sinnvolle fächerübergreifende Unterrichtsprojekte zu realisieren.
Für den politikgeschichtlichen
Bereich sollte deutlich werden, dass der Einfluss der Juden in der deutschen
Politik kaum der Rede wert war und dass die Abwehr des Antisemitismus gerade
daran scheiterte, dass dieser nicht aus der Mitte der Gesellschaft bekämpft
wurde.
Im
Unterricht sollten folgende grundlegenden Inhalte vermittelt werden:
·
1914
unterschied sich die Kriegsbegeisterung deutscher Juden kaum von der ihrer
nichtjüdischen Landsleute. Die vom Kriegsministerium 1916 durchgeführte, aber
nicht veröffentlichte Erhebung über die jüdische Beteiligung am Frontdienst
(„Judenzählung“) diffamierte die Juden pauschal und verstärkte antisemitische
Vorurteile.
·
Der
größte Teil der jüdischen Bevölkerung stand der Revolution 1918/19 zunächst
distanziert gegenüber, die freiheitliche und demokratische Weimarer Republik
aber wurde von der überwältigenden Mehrheit der Juden begrüßt und unterstützt.
·
Während
des Ersten Weltkrieges und insbesondere danach kam es zu einer Radikalisierung des
Antisemitismus. Die sogenannte Dolchstoßlegende und die Ermordung des
Außenministers Walter Rathenau 1922 stehen exemplarisch für diese Entwicklung.
·
Die
Abwehr des Antisemitismus scheiterte, da es keine hinreichend starken und
engagierten Bündnispartner der Juden in der Gesellschaft gab.
·
Wissenschaft
und Kunst im deutschsprachigen Kulturbereich sind ohne die Leistung der
deutschen Juden nicht vorstellbar und verständlich, vor allem für die Zeit der
Weimarer Republik. Eine kurze Aufzählung bedeutender Personen wird zwar nicht
der großen Mannigfaltigkeit dieser Leistungen gerecht, vermittelt aber bereits
eine Vorstellung von ihr (Sigmund Freud - Psychologie, Albert Einstein -
Physik, Max Liebermann - Malerei, Franz Kafka - Literatur, Else Lasker-Schüler
- Literatur, Arnold Schönberg - Musik, Max Reinhardt - Theater, Fritz Lang -
Film, Alfred Kerr - Theaterkritik und zahlreiche andere). Verfolgung,
Vertreibung und Ermordung der Juden im Nationalsozialismus bedeuteten auch
einen kulturellen Verlust, der bis heute in Deutschland spürbar ist.
Verfolgung
und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Leitgedanken:
Die didaktischen Begründungen
für dieses Thema sind vielschichtig: Hier gilt es, Schülerinnen und Schülern
den Ausgrenzungs-, Verfolgungs- und Vernichtungsprozess deutlich zu machen.
Dabei soll Geschichte nicht nur als das Werk der großen Handelnden angesehen
werden. Ebenso wichtig ist es, unterschiedliche Verhaltensweisen in der
Bevölkerung aufzuzeigen (Täter - Opfer - Zuschauer) und die Frage der
Verantwortlichkeit für die nationalsozialistischen Verbrechen zu thematisieren.
Aus der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit sollte
sich ergeben, dass Schülerinnen und Schüler die Bewahrung und Weiterentwicklung
einer demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung als ständige Aufgabe sehen
und die Verantwortung erkennen, die jedem Deutschen auch aufgrund der
Geschichte auferlegt ist.
Weiterhin gilt es eine
sprachliche Sensibilität für die Behandlung der Thematik im Unterricht zu
entwickeln. Nationalsozialistische und rassistische Termini sollten als solche
kenntlich gemacht und kritisch beurteilt werden. Die Darstellung sollte
keinesfalls dominierend aus der Perspektive der Täter erfolgen, sondern die
Erfahrungen und die Innensicht der jüdischen Bevölkerung gleichermaßen
einbeziehen (Perspektivenwechsel).
Im
Unterricht sollten folgende grundlegenden Inhalte vermittelt werden:
·
Antisemitismus
war ein elementarer Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie und des
Parteiprogramms und wurde daher 1933 zum Prinzip der Regierungspolitik. Erstes
Ziel war die Ausschaltung der Juden aus dem politischen, kulturellen und
wirtschaftlichen Leben Deutschlands.
·
Die
Rückgängigmachung der Emanzipation wurde stufenweise durchgeführt (Ausgrenzung,
wirtschaftliche Enteignung, Entrechtung, Verfolgung). Am Ende stand die
physische Vernichtung. Zum Standard historisch-politischer Bildung gehört die
Kenntnis von Schlüsselereignissen (Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April
1933, Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums 1933, Nürnberger
Gesetze 1935, Novemberpogrom 1938, Wannseekonferenz 1942).
·
Auschwitz
bedeutet den Zivilisationsbruch. Bei der Shoah handelt es sich um einen
einzigartigen, industriell durchgeführten Massenmord. Opfer der Verfolgungs-
und Vernichtungsmaßnahmen waren fast die gesamte europäische Judenheit, nicht
nur die deutschen Juden.
Der
notwendige Perspektivwechsel sollte vor allem anhand folgender fünf Themen
vollzogen
werden:
·
Es gab
Formen der jüdischen Selbstbehauptung, wie beispielsweise die Gründung der
Reichsvertretung der deutschen Juden 1933, an deren Spitze der Rabbiner Leo
Baeck stand.
·
Biographische
Zeugnisse machen erkennbar, dass Juden bis 1938 vor dem grundlegenden Dilemma
„Gehen oder Bleiben?“ standen, und geben Einblick in die damit verbundenen
dramatischen Schwierigkeiten.
·
Insbesondere
Schilderungen von jüdischen Kindern und Jugendlichen vermitteln schülernah die
zunehmende Diskriminierung und staatliche Ausgrenzung in der Schule.
·
Es
existierte jüdischer Widerstand, wie am Beispiel des Warschauer
Ghettoaufstandes gezeigt werden kann.
·
In
Deutschland und den besetzten Ländern fanden einige wenige den Mut, Juden zu
helfen und sie zu retten.
Juden
in Deutschland nach 1945
Leitgedanken:
Es ist didaktisch wichtig,
Schüler für die Situation der heute in Deutschland lebenden Juden und für ihr
Selbstverständnis zu sensibilisieren, damit sie Juden nicht nur als NS-Opfer
wahrnehmen. Dabei ist herauszustellen, dass es nach dem Holocaust, dem größten
Einschnitt in der jüdischen Geschichte, eine Kontinuität des früheren deutschen
Judentums nicht geben konnte. Es ist vielmehr erstaunlich, dass sich nach 1945
überhaupt wieder Juden in Deutschland niederließen, das für sie „das Land aus
dem die Mörder kamen“, denn hier gab es für sie wenig Normalität, weil sie
ständig mit der Vergangenheit konfrontiert waren.
Im
Unterricht sollten folgende grundlegenden Inhalte vermittelt werden:
·
Die
ersten jüdischen Gemeinden nach dem Krieg entstanden aus zwei ganz
unterschiedlichen Wurzeln: aus den wenigen überlebenden deutschen Juden, die
zumeist mit Nichtjuden verheiratet waren, und aus der Überzahl der aus
Osteuropa geflohenen Überlebenden, den sogenannten Displaced Persons, die
später bis auf etwa 20 000 nach den USA und nach Palästina weiterwanderten.
·
Die
Juden in der BRD lebten oft physisch und psychisch gebrochen in
Zurückgezogenheit von ihrer Umwelt und glaubten noch Jahrzehnte, dass sie
Deutschland bald verlassen würden. Sie verstanden sich nicht als „deutsche
Juden“, sondern gründeten 1950 eine Gesamtvertretung mit dem bezeichnenden
Namen „Zentralrat der Juden in Deutschland“. Der Zionismus und Israel spielten
in den jüdischen Gemeinden lange die Rolle einer Ersatzidentität. Erst in der
dritten Generation zeigte sich eine zögernde Bejahung des Lebens in
Deutschland.
·
In die
DDR kehrten überwiegend jüdische Kommunisten zurück, die am Aufbau einer
sozialistischen Gesellschaft teilnehmen wollten. Sie spielten in Politik und
Kultur der DDR eine nicht unwesentliche Rolle, verstanden sich aber nicht als
Juden und wurden nicht Mitglieder der jüdischen Gemeinden. Während der
antisemitischen Agitation gegen „Kosmopoliten“ 1953 flüchteten viele der
Gemeindemitglieder nach Westen, so dass die Gemeinden 1989 insgesamt nur noch
400 meist alte Mitglieder hatten.
·
Angeregt
durch einen Beschluss der frei gewählten DDR-Regierung kurz vor der
Wiedervereinigung ermöglichte die Bundesrepublik bis zum Jahr 2000 etwa 120 000
Juden aus den GUS Staaten die Einwanderung. Diese Neueinwanderer hatten jedoch
aufgrund der Politik der Sowjetunion ihre Verbindung zum Judentum fast ganz
verloren, was zusammen mit der Sprachbarriere ihre Integration in die Gemeinden
sehr erschwert. Sie machen heute etwa 70 Prozent aller Juden in Deutschland
aus.
·
Die
Bundesrepublik hat den Aufbau jüdischer Gemeinden und die Einwanderung aktiv
unterstützt und dies auch 2003 im Staatsvertrag mit dem Zentralrat der Juden in
Deutschland für die Zukunft festgeschrieben. Gegenüber Israel betrieb sie eine
vom Prinzip der geschichtlichen Verantwortung geleitete Politik. Deren Basis
war das Luxemburger Abkommen von 1952 über „Wiedergutmachung“, das zum
wirtschaftlichen Aufbau des Staates Israel beitrug und den Grundstein zu
dauerhafter politischer, wirtschaftlicher und kultureller Zusammenarbeit
zwischen der Bundesrepublik und Israel legte.
Literatur
1.
Sekundärliteratur
Deutsch-jüdische Geschichte in
der Neuzeit.
Herausgegeben im Auftrag des Leo Baeck Instituts von Michael A. Meyer unter
Mitwirkung von Michael Brenner. 4 Bde. München 1996/97. TB-Ausgabe München
2000. (Band I: Tradition und Aufklärung 1600-1780, Band II: Emanzipation
und Akkulturation 1780-1871, Band III: Umstrittene Integration 1871-1918,
Band IV: Aufbruch und Zerstörung 1918-1945).
Geschichte des jüdischen
Alltags in Deutschland. Vom 17. Jahrhundert bis 1945. Herausgegeben im Auftrag des
Leo Baeck Instituts von Marion Kaplan. München 2003.
Jüdische Geschichte in
Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Von Arno Herzig. München 1997
(TB).
Die Geschichte des Judentums in
deutschen Schulbüchern. (Theorie und Praxis, Band 72). Von Wolfgang Marienfeld.
Hannover 2000.
Jüdische Geschichte. Von Kurt Schubert. München
1995 (TB).
2.
Verfügbare Unterrichtsmaterialien
Jüdisches Leben in christlicher
Umwelt. Ein
historischer Längsschnitt. Herausgegeben und bearbeitet von Wolfgang Borchardt
und Reinhardt Möldner. (Themen und Probleme der Geschichte) Cornelsen-Verlag
1991.
Geschichte der Juden in
Deutschland.
Quellen und Kontroversen. Ein Arbeitsbuch für die Oberstufe des Gymnasiums.
Herausgegeben von Michael Wolfssohn und Uwe Puschner. Bayerischer
Schulbuch-Verlag 1992.
Juden in Deutschland. 34 Arbeitsblätter für den
fächerübergreifenden Unterricht. Sekundarstufe I. Von M. Behal und W. Pasche.
Klett-Verlag 1995.
Bürger auf Widerruf.
Lebenszeugnisse deutscher Juden: 1780-1945. Herausgegeben von Monika Richarz. München
1989.